|
Unterschied: obergärige und untergärige Biere |
|
|
Wodurch bekommt das Bier seinen typischen Geschmack und worin unterscheiden sich die verschiedenen Biersorten eigentlich genau? Die Wahl der Bierhefe ist dabei im wahrsten Sinne die treibende Kraft. Man unterscheidet zwei große Gruppen von Bierhefen: die obergärigen (saccharomyces cerevisiae) und die untergärigen (saccharomyces carlsbergensis) Bierhefen.
Die obergärigen Bierhefen, die speziell für das Brauen von Bier gezüchtet wurden, arbeiten bei einer Temperatur von 15 bis 21° Celsius, die untergärigen Hefen entwickeln ihre optimale Gärleistung bei einer Temperatur von 5 bis 12° Celsius. Zu Zeiten, in denen noch keine Kühlmöglichkeiten vorhanden waren, wurde untergärige Hefe darum ausschließlich während der kühlen, obergärige Hefe im Gegensatz dazu während der warmen Jahreszeit verwendet.
Nach dem Gärvorgang auf den Boden absinkende Hefe bezeichnet man als "untergärig". Als "obergärig" wird die nach dem Brauvorgang oben schwimmende Hefe definiert. Je nach gewählter Hefe unterscheidet man demnach untergäriges und obergäriges Bier.
Typische untergärige Biere sind z.B. das helle Thurn und Taxis Bier , dunkles Lager, Export, Pils oder auch Märzen - welche einen herben Geschmack haben. Die wohl bekannteste Sorte des obergärigen Bieres ist das Weißbier . Die aus obergäriger Bierhefe gewonnenen Biere gelten gemeinhin als aromatischer. So erkennt man beispielsweise das Thurn und Taxis Weißbier am milden und süffigen Geschmack. Auch Roggen - oder Dinkelbier zählen zu den obergärigen Bieren, sowie als regionale Sorten auch das Kölsch oder Altbier.
|